Montag, 15. Juni 2015
Rundreise 12 - NBS / Juni 2015
es wurde mal wieder Zeit, die Neubaustrecke (NBS) Wendlingen - Ulm "abzuklappern" und die Baustellen zu "besuchen". Neben aktuellen Fotos gibt es noch Infos und Links. Wir beginnen in

Aichelberg

Herrenknechts TBM (Tunnelbohrmaschine) wurde inzwischen vom Berg (Bossler-Tunnel /Baustelle) verschluckt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und kirchlichem Segen scheint sie jetzt zu bohren.


Blick auf die Baustelle mit Förderband

im Moment befördert das Band noch dunklen Jura, die Erd-und Staubberge wachsen und gedeihen. Der meiste Schutt wird jedoch nach Hohenstadt transportiert - es lebe die LKW-Flotte.



Transport / Einbau Tübbinge


Laut aktueller ! Informationstafel im "Besucherpodest" wird jedoch nur ein Teil per TBM vorgetrieben, der Rest - im weicheren, weißen Jura - soll per
Spritzbetonbauweise und Sprengung errichtet werden:



dieses wurde aber bereits dementiert !! Es soll die ganze Länge (Bosslertunnel) per TBM vorgetrieben werden - dieses würde eventuell bedeuten, daß der Zwischenangriffsstollen in Gruibingen-Umpfental sinnlos errichtet worden ist.
Presse im Februar 2015:"Bahn stoppt Sprengungen im Bosslertunnel"
und aktuell: "Käthchen bohrt sich in den Bossler"

weitere Fotos sind im Fotoalbum

Hohenstadt
in Hohenstadt entstehen zur Zeit neue Berge





leider auch im geschützten Gebiet !


der Zaun wurde errichtet, um den "Tieren" ein "Biotop" zu gewähren (Vorschrift) - jetzt ist im sog. Biotop ein Riesen-Schuttberg

vermutlich wird auch viel Aushub vom Bossler hier gelagert - trotz Unwillen des Hohenstädter Bürgermeisters - dieses kann man an den verschiedenen Gesteinen erkennen. Die "neuen Berge" sind hier im Fotoalbum

Luftbild von Hohenstadt (noch ohne die vielen neuen Berge)


und per Auge


Fotos von Hohenstadt

und was "oben" wächst, soll "unten" nicht zu kurz kommen - deshalb wurden / werden weiterhin Höhlen zugeschüttet. Diese schöne Höhle zum Beispiel



Infos "Forscher vermessen Hohlraum" - jetzt nennt man Höhlen nur noch "Hohlraum"
Das Problem mit den Höhlen löst "die Bahn" bekanntlich auf eigene Weise, wie schon hier im Blog beschrieben.

2. Lösungsvariante = Sperrung von Höhlen, Beispiel Todtsburger Höhle
diese ist zwischen Wiesenteig und Mühlhausen im Täle, betroffen durch die Filstalbrücke und jeweiligen Tunnels.



"Eine Gefahr für die Höhlen bestehe durch die Tunnelarbeiten nicht, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Durch das Zutrittsverbot soll verhindert werden, dass eventuell hörbare Geräusche zur Verunsicherung der Besucher führen. Außerdem sollen im Höhlenbereich installierte Messgeräte (Geofone) ungestört ihre Werte aufzeichnen können"
Quelle: "Todtsburger Höhle wegen Tunnelbau gesperrt"

hier eine Skizze vom Höhlenverlauf

1 = Aussichtsfelsen zur Orientierung 2 = Portal ICE / 3 = offizieller Zugang zur Höhle / 4 = bergmännischer Einstieg (senkrecht) / 5 = Probebohrung ??
Erklärung: die Höhle verläuft unterhalb des Felsens waagrecht (Linie), unmittelbar darunter wird der Tunnel vorgetrieben. "Keine Gefahr" ? - mal sehen....

Meßgerät IN der Höhle, die jetzt per Solarstrom beleuchtet werden kann - man bedenke: sie ist ein Fledermaus-Biotop ! und - sie wird auf 8300 Jahre geschätzt !


vermutlich: Kamera (rechts), die wieder deinstalliert werden mußte


Brücken-Baustelle (Richtung West), Aufnahme vom Aussichtsfelsen aus


ach ja, Mühlhausen....die armen Anwohner (Infos)


um ein bißchen abzulenken, durften Schüler am neuen Baustellen-Radweg Bilder malen, Motto "heile Welt trotz Umweltzerstörung"



weitere Bilder hier

nicht zu vergessen der Baubereich zwischen Hohenstadt und Widderstall

und bei Wendlingen (Unterensinger See, Bibervorkommen)


aktuelles Vorhaben ist ein Zwischenangriffsstollen bei Kirchheim an der Teck mit einem langen Förderband (nach Einspruch der Bewohner von Lindorf = ursprüngliche Planung) Standort: jetztiger Kompostplatz
Dieses war so nicht geplant, aber die Kirchheimer haben diese Kröte geschluckt.

arme Alb - was tun "die Verantwortlichen" dieser herben Schönheit an


Merklingen, Laichingen und Hintertupfingen hoffen auf ein eigenes Bahnhöfle, "damit Leute aus dem unbezahlbaren Stuttgart auch auf der Alb siedeln können" und "Anwohner in Stuttgart zur Arbeit können" - im Spätsommer ist die Machbarkeitsstudie fertig, im Herbst wird entschieden. Dieses war zu erfahren bei:

VM Hermann mußte immerhin zugeben, daß es die sog. "Leichtgüterzüge" nicht geben wird und die NBS unsinnig geplant worden ist (Steigungen, Tunnels, Sinn)
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ein besonderer Dank an Isabel und Harald von den Parkschützern ,die unermüdlich wachen, schützen und informieren - DANKE
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